Frankfurt. Die deutschen Autobauer haben im April auf dem wichtigen US-Markt mit Ausnahme von DaimlerChrysler zugelegt. Die stärksten Absatzzuwächse verzeichnete BMW mit einem Plus von 13 Prozent, gefolgt von Volkswagen (plus 11,2 Prozent). Porsche lieferte im April in Nordamerika 9,3 Prozent mehr Autos aus – ein Absatzrekord, wie die Stuttgarter am Dienstagabend mitteilten. DaimlerChrysler setzte dagegen wegen Absatzrückgängen der Chrysler Group sechs Prozent weniger ab als ein Jahr zuvor. US-Autohersteller setzten ebenfalls weniger Fahrzeuge ab. Die Benzinpreise hatten in weiten Teilen der Vereinigten Staaten Rekordhöhen erklommen. Das lastet auf amerikanischen Herstellern, die stark von größeren und gewinnträchtigeren Fahrzeugen abhängen.
Branchenprimus General Motors (GM) lieferte im April sieben Prozent weniger aus. Das Autogeschäft brach um 18,1 Prozent weg. Bei Lkw steigerte GM allerdings den Absatz um 1,7 Prozent. Das verlieh der Aktie deutlich Auftrieb. Ford Motor musste einen 6,6-prozentigen Auslieferungsrückgang auf seinem Heimatmarkt hinnehmen. Die US-Autobauer verloren Marktanteile an ihre asiatischen Konkurrenten. Die japanischen Autobauer Toyota, Mitsubishi und Suzuki meldeten ebenfalls höhere Absätze. Hier hatte Suzuki mit einem 32-prozentigen Absatzplus die Nase vorn, gefolgt von Mitsubishi (plus 17,5 Prozent).
Bei DaimlerChrysler sank der April-Absatz auf 211.365 Stück. Die US-Tochter Chrysler (Chrysler, Jeep, Dodge) setzte 190.095 Stück ab und damit acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Mercedes-Benz-Auslieferungen stiegen derweil um 13 Prozent auf 21.270 Stück. BMW steigerte den Absatz auf 28.563 Autos. Die Auslieferungen der Marke BMW kletterten um 20 Prozent, während der Geländewagen-Absatz um zwölf Prozent wuchs. Beim Mini verbuchte BMW dagegen einen Einbruch um 23 Prozent. Volkswagen lieferte 20.528 Fahrzeuge aus; vor allem die Modelle Jetta und Passat trugen zum Absatzplus in den USA bei. Porsche meldete einen Absatzrekord in Nordamerika. Insgesamt lieferte der Autobauer 3.614 Fahrzeuge an Kunden in den USA und Kanada aus. Während die Nachfrage nach dem 911 (plus 22 Prozent) und der Boxter-Reihe (plus 26 Prozent) zulegte, sackte der Absatz des Geländewagens Cayenne um 14 Prozent ab.
Beim Branchenprimus General Motors (GM) sank der Auto- und Lkw-Absatz auf 345.404 Fahrzeuge. Der US-Wettbewerber Ford meldete wegen eines schwachen Laster-Geschäfts einen Absatz-Rückgang auf 262.722 Fahrzeuge. Toyota erhöhte dagegen seine Auslieferungen im April um 8,5 Prozent auf 219.965 Stück. (dpa-AFX/mm)