Lissabon. Aus Protest gegen die drohende Werksschließung sind die Arbeiter des portugiesischen Werks des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) am Freitag in einen 24-stündigen Warnstreik getreten. Der Ausstand werde massiv befolgt, sagte Betriebsrat Paulo Vicente. Die Beschäftigten hatten bereits in den Tagen zuvor für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Sollte der Standort nahe Lissabon tatsächlich aufgegeben werden, fordern die Gewerkschaften die Weiterzahlung der Löhne bis 2009.
In Azambuja wird der Opel- Kleintransporter Como gebaut. Der GM-Vizepräsident für Europa, Eric Stevens, hat den 1.150 Mitarbeitern Presseberichten zufolge bereits mitgeteilt, dass die Produktion des Combo in das Werk Saragossa (Spanien) verlegt werde. Dort sei die Montage pro Fahrzeug fast 550 Euro billiger. (dpa/mm)