Detroit. Der angeschlagene Autobauer Ford will mit Hilfe seines bereits angekündigten tief greifenden Sanierungsprogramms aus der aktuellen Krise gelangen. Die Einreichung eines Insolvenzantrages unter dem so genannten Chapter 11 komme für das Unternehmen nicht in Frage, sagte Konzernchef William Clay Ford am späten Mittwochabend am Rande einer Veranstaltung. Der zweitgrößte amerikanische Autobauer komme mit seinem Sanierungsplan voran, betonte der Konzernchef weiter. Die bisherigen Ford-Pläne sehen den Abbau von bis zu 30.000 Stellen und die Schließung von 14 Werken bis zum Jahr 2012 vor. "Wir retten uns nicht nur allein durch Kostensenkungen", sagte Ford. Ziel der Restrukturierung sei der Aufbau einer weniger bürokratischen Konzernorganisation, die schneller auf die Anforderungen des Marktes reagieren könne. Das größte Problem von Ford sei derzeit das unprofitable Nordamerika-Geschäft, räumte der Konzernchef ein. "Wir werden das in Ordnung bringen, und dann werden sämtliche Probleme verschwinden", zeigte er sich optimistisch.
Unter dem zeitlich begrenzten Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts stehende Unternehmen können unter strikter Aufsicht des Insolvenzgerichts ihr Geschäft eigenständig weiterführen. Sie können mit den Gläubigern Schuldenreduzierungen, mit den Mitarbeitern Lohn- und andere Tarifkonzessionen aushandeln und einen Sanierungsplan vorantreiben, der das Unternehmen gestärkt aus dem Insolvenzverfahren hervorgehen lassen soll. (dpa-AFX)