Leipzig. Die Zufriedenheit der deutschen Autohändler mit den Herstellern ist Anfang 2006 wieder leicht gestiegen. Das ist das zentrale Ergebnis des neuen "Eurotax-Schwacke-Marken-Monitors", der am Freitag auf der Leipziger Automesse AMI präsentiert wurde. Demnach vergaben die Händler in diesem Jahr eine Durchschnittsnote von 2,87 auf einer sechsstufigen Skala. Im Vorjahr hatten sie ihren Herstellern die Note 2,93 gegeben. Die bisher beste Note hatten die Automobilkonzerne im Jahr 2003 bekommen: eine 2,81.
In den einzelnen Sparten gab es gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen auf den Spitzenplätzen. Opel verteidigte seinen ersten Rang bei den deutschen Volumenherstellern vor Ford (2,96) und VW (3,09) und verbesserte seine Note sogar noch von 2,88 auf 2,62.
In der Premiumgruppe siegte wie schon im Vorjahr BMW (2,38), die Gruppe der großen Importfabrikate führte Toyota (2,50) an. Mit der besten Note im ganzen Feld schaffte es Subaru (2,32) auf Rang eins in der Gruppe der kleinen Importfabrikate, Porsche (2,41) verteidigte den Spitzenplatz in der Nischengruppe.
"Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Händler die Folgen der neuen Verträge mit den Herstellern langsam verdaut haben", sagte der Verfasser der Studie, Professor Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft in Nürtingen. Es sei aber noch zu früh, daraus einen Trend hin zu höherer Händlerzufriedenheit abzuleiten. Für den "Marken-Monitor" hatte das Institut 1008 Autohändler in Deutschland zu ihrer Zufriedenheit unter anderem mit der Rendite, der Angebotspalette und der Betreuung durch den Hersteller befragt. (dpa)