München. Der Autobauer BMW rechnet beim geplanten Sprung auf den indischen Markt zunächst nur mit relativ geringen Stückzahlen. Die Einstiegskapazität des Werkes in Chennai im Südosten des Landes werde voraussichtlich bei 1.500 Fahrzeugen liegen, sagte Produktvorstand Nobert Reithofer am Mittwochabend in München, ergänzte aber: Wenn der Markt mehr Volumen hergibt, wird es nicht an der Fabrik scheitern.
Die Fertigungsstätte sei für 3.000 Fahrzeuge ausgelegt, auch höhere Kapazitäten seien vorstellbar. Wie geplant werde voraussichtlich Ende des Jahres eine Vertriebsgesellschaft in Neu Delhi ihre Arbeit aufnehmen, sagte Vorstandschef Helmut Panke. Im Januar sei dann mit dem Beginn der Montage in Chennai zu rechnen. Panke zufolge könnte die Kapazität nach den ersten drei Jahren ungefähr bei 5.000 Fahrzeugen pro Jahr liegen. Weitere drei Jahre später könnte sich die Zahl dann auf 10.000 Einheiten verdoppeln. Dies seien aber nur ungefähre Größenordnungen aus den Erfahrungen in China. Eine konkrete Absatzprognose wollte Panke nicht wagen.
Indien mit seiner Milliardenbevölkerung gilt neben China als einer der Märkte der Zukunft. In dem neuen Werk sollen Limousinen der BMW Dreier und Fünfer-Reihe montiert werden, die Produktion ist ausschließlich für den lokalen Markt bestimmt. In Chennai werden zunächst rund 1.500 Menschen arbeiten. Bisher konnten Kunden auf dem indischen Markt BMW- Fahrzeuge lediglich über zwei vermittelnde Händler mit drei Handelsbetrieben kaufen. (dpa-AFX/tb)