Essen. Das Opel-Werk in Bochum steht einem Bericht zufolge nach einer Expertenberechnung besser da als bisher angenommen. Die Produktivität habe sich sehr positiv entwickelt, sagte Ludger Pries von der Ruhr- Universität Bochum der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Dienstagausgabe). Die Montagekosten pro Pkw betrügen in Bochum 1.030 Euro, in Antwerpen 1.000 und in Ellesmere Port 1.090 Euro, sagte Pries. Nach Angaben der Zeitung beruft sich der Wissenschaftler unter anderem auf interne Unterlagen der Opel-Mutter General Motors (GM) . In der Qualität liege Bochum sehr gut: Der Anteil jener montierten Fahrzeuge, die ohne Nacharbeit alle Qualitätskontrollen bestehen, betrage 86 Prozent. Das Blatt berichtete, der Krankenstand, früher ein Manko des Opel- Standorts Bochum, liege mit vier Prozent gleichauf mit Trollhättan in Schweden sowie dem britischen Ellesmere Port und unter dem Niveau von Antwerpen in Belgien. Es werde erwartet, dass Opel bald entscheide, in welchem der Astra-Werke eine Schicht entfallen müsse. Im Betriebsrat werde dies als Vorbote einer Werksschließung nach 2010 gesehen, von der Opel selbst gesprochen hat. In der Diskussion über mögliche Schließungen bestehender Opel- Werke wird immer wieder auch über die Zukunft des Standorts Bochum spekuliert. Hartnäckig halten sich Spekulationen, wonach GM in Europa ein Werk schließen oder eine Produktionsschicht für den Astra streichen will. (dpa/feb)
Zeitung: Produktivität im Opel-Werk Bochum verbessert
Krankenstand deutlich gesunken.