Wolfsburg. Die Volkswagen AG wird am kommenden Dienstag ihre Halbjahreszahlen veröffentlichen. In Branchenkreisen gilt als sicher, dass Konzernchef Bernd Pischetsrieder nach schwierigen Monaten insbesondere im westeuropäischen Automobilgeschäft eine deutliche Verschlechterung wichtiger Kennziffern bekannt geben muss. "Wir erwarten das Zahlenwerk mit großer Spannung", so Thomas Sedran, Automotive-Experte bei der Unternehmensberatung Roland Berger, auf Anfrage von Automobilwoche, "denn nicht nur ich habe Zweifel, dass die eher optimistischen Prognosen vom Jahresbeginn zu halten sein werden". Noch Anfang Mai hatte das VW-Management in einem Ausblick auf das Gesamtjahr 2002 erklärt, es gehe für den Konzern nach wie vor davon aus, "mindestens das Ergebnis vor Steuern des Vorjahres" (über 4,4 Milliarden Euro; d. Red.) zu erreichen.
Nach einer aktuellen Umfrage von dpa-AFX schätzt die Mehrzahl der befragten Experten, dass bei VW das Vorsteuerergebnis im Vergleich zum Vorjahr geringer ausgefallen ist. Prognostiziert wird ein Profit vor Steuern zwischen 950 Millionen und 1,115 Milliarden Euro - bei einem Nettogewinn zwischen 606 und 646 Millionen Euro sowie einem Umsatz zwischen 22,6 und 23,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte der Vorsteuergewinn im zweiten Quartal 1,115 Milliarden Euro (nach IAS), der Umsatz 23,006 Milliarden Euro betragen. (dpa-AFX/ kro)