Burscheid. Der US-Zulieferer Johnson Controls hat ein vollständig ins Fahrzeug integriertes Infotainmentsystem entwickelt. Eingesetzt wird es erstmals in einem Auto des Modelljahres 2014. Genauere Angaben wollte der Interieurspezialist allerdings nicht machen.
"Infotainment- und Informationsanwendungen, die derzeit auf verschiedenen Betriebssystemen laufen, werden zusammengefasst zu einem umfassenden Fahrerinformationspaket, das intuitiv und sicher ist und an die verschiedenen Fahrzeuge angepasst werden kann“, erläutert Lee Bauer, Vice President für Infotainment von Johnson Controls Automotive Electronics and Interiors.Grundlage dafür seien multiple Betriebssysteme, die im Fahrzeug eingebettete Infotainment- und Fahrerinformationssysteme "in die cloudbasierte Zukunft“ führen, so Bauer. Beim Zulieferer werden mehrere Betriebssysteme wie Android oder Linux im Fahrzeug gleichzeitig unterstützt, ohne dass dazu Änderungen erforderlich sind. Diese Plattform stellt dem Benutzer also eine Umgebung zur Verfügung, auf der beispielsweise verschiedene Smartphone-Apps gleichermaßen funktionieren wie auf dem Smartphone selbst. Das sei bei der Anzahl der Smartphones und deren Updates beziehungsweise der Vielfalt der neuen Modelle in jeder Generation ein entscheidender Vorteil. "Wir machen die mobile Technik auch im Fahrzeug so nutzbar, dass es kein Unterschied ist, ob Apps auf einem Smartphone oder Tablet-Computer zuhause oder im Fahrzeug verwendet werden“, so der Zulieferer.Johnson Controls mit voll integriertem Infotainmentsystem
Der US-Zulieferer Johnson Controls hat ein vollständig ins Fahrzeug integriertes Infotainmentsystem entwickelt. Eingesetzt wird es erstmals in einem Auto des Modelljahres 2014.
Nächste Stufe der Hardwareintegration schon geplant
Für Fahrzeuge des Modelljahres 2015 ist dann unter dem Namen "fusion“ die nächste Stufe der Hardwareintegration geplant. Die Systemfunktionalität wird sogar noch erhöht werden, wenn diese Softwareanwendungen, die auf Linux/Genivi, Android oder eigens für das Fahrzeug angepassten Echtzeit-Betriebssysteme laufen, im sicheren Modus über optimierte hardware-unterstützte Firewalls miteinander kommunizieren können.
Heute erfolge die Trennung der Systemfunktionen und damit die Abschottung der Softwareanwendungen meistens noch klassisch über die jeweiligen Geräte – Smartphones oder Tablet-Computer, in Abgrenzung zu dem im Fahrzeug eingebauten Geräten – selber. Die Trennung heute erfordert also verschiedene Steuergeräte. "Wir beabsichtigen, dass es zukünftig nur noch ein Steuergerät für alle Systemfunktionen geben soll“, heißt es bei Johnson Controls.Doch auch der Wettbewerb arbeitet an Lösungen für voll integrierte Infotainmentsystemen. Der US-Navigationsspezialist Garmin hat kürzlich unter dem Namen K2 ein solches System vorgestellt. Das Unternehmen hat vom japanischen Fahrzeughersteller Suzuki dafür bereits den ersten Auftrag erhalten.
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