München. Den Gewerkschaften sind Werkverträge schon länger ein Dorn im Auge und Daimler musste sich erst kürzlich gegen Vorwürfe wehren, Mitarbeiter mit Werksverträgen seien wie normale Angestellte behandelt worden und bekämen Anweisungen von Daimler-Vorgesetzten.
Jetzt hat der Münchner Hersteller BMW einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge vor, die Zahl der Werkverträge zu senken. Nach Gewerkschaftsangaben sollen bis zu 20.000 Personen mit Werkverträgen in München für BMW arbeiten und dabei teilweise Aufgaben übernehmen, die zum Kernbereich des Unternehmens gehören. Die Zahl wird von BMW dementiert.Gewerkschaftsangaben zufolge boomen die Werkverträge derzeit vor allem, weil für die Leiharbeit seit Jahresbeginn strengere Gesetze gelten. Einer Studie des DGB Bayern zufolge arbeiten beispielsweise im Forschungs- und Entwicklungszentrum (FIZ) von BMW teilweise jahrelang Ingenieure von Entwicklungsdienstleistern, unter anderem von IAV und Edag, die Kernaufgaben der Entwicklung übernehmen.Werkverträge bei BMW
BMW will Werkverträge reduzieren
Beim Münchner Autobauer BMW wird intensiv nach Möglichkeiten gesucht, die Zahl der Mitarbeiter mit Werkverträgen zu senken.
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