Aalen/Heidenheim. Der Verkauf der beiden verbliebenen SHW CT-Standorte in Aalen-Wasseralfingen und Königsbronn aus der Insolvenz heraus ist gescheitert. Seit nunmehr über neun Monaten erhebt der potenzielle Investor, die in Essen ansässige Gießereigruppe DIHAG Holding, immer neue Forderungen - zu Lasten des Unternehmens, der Gläubiger und der Belegschaft, bedauert die IG Metall Baden-Württemberg.
Für die mehr als 500 Beschäftigten an den beiden Standorten sei diese Hängepartie nicht mehr akzeptabel. Die Schwestergießerei in Heidenheim ist bereits abgewickelt und geschlossen, das Werk in Kiel wurde vom früheren Eigentümer Caterpillar zurückgekauft. „Mangels Erwerber“ stehen nun die beiden größten Gießerei-Standorte in Wasseralfingen und Königsbronn wieder vor einer ungewissen Zukunft.
Roland Hamm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle Aalen, sieht die Insolvenzverwaltung in der Verantwortung: „Leider hat der Insolvenzverwalter Geiwitz bei der Investorensuche nur auf DIHAG als möglichen Übernehmer gesetzt und ist damit in der Sackgasse gelandet. Außerdem ist neben der Investorensuche wenig passiert, um die Standorte wieder auf ein stabiles Fundament zu stellen. Wichtige Zeit wurde so verspielt.“ Als „unguten Prozess“, beschreibt Hamm, die Hängepartie um den Verkauf gegenüber Automobilwoche.