München. Der US-Zulieferer Visteon hat für 265 Millionen Dollar den Geschäftsbereich Elektronik von Johnson Controls gekauft. Zum Portfolio des übernommenen Bereichs zählen Fahrerinformationssysteme, Infotainment- und Konnektivitätsprodukte sowie Karosserieelektronik. Mit 4800 Mitarbeitern, darunter 1000 Ingenieure, Elektronikspezialisten und Designer, wurde zuletzt ein Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar erzielt. Davon entfallen 72 Prozent auf die Kunden BMW, Honda, Renault-Nissan, PSA Peugeot-Citroen und Ford. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Transaktion im zweiten Quartal abgeschlossen wird.
Durch die Übernehme entsteht ein drei Milliarden Dollar großes Elektronikunternehmen, dass bei Fahrerinformationssystemen eigenen Angaben zufolge weltweit auf Position zwei rückt. Zudem steigt Visteon zu einem der drei größten Anbieter von Cockpit-Elektronik auf. „Die Zusammenlegung der Geschäftsbereiche wird zu Markt- und Technologieführerschaft bei wichtigen Technologien im Bereich der Cockpit elektronics führen und uns zudem die Möglichkeit bieten, neue Produktreihen schnell einführen und weiter ausbauen zu können“, so Visteon Electronics-Geschäftsführer Martin Thall.