Detroit. Der Wälzlagerhersteller Schaeffler hat nach Angaben von Vorstandschef Klaus Rosenfeld 2013 den Automotiveumsatz um etwa sieben Prozent gesteigert. 2012 hatte das Unternehmen aus Herzogenaurach einen Automobilumsatz von etwa 7,7 Milliarden Euro erreicht. Die Automobilsparte trägt bei Schaeffler etwa 60 Prozent zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei. Einer der großen Treiber für die positive Entwicklung des vergangenen Jahres war das US-Geschäft, erläuterte Rosenfeld auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit. Nach vorläufigen Zahlen rechnet der Schaeffler-Chef damit, dass der Zuwachs in Nordamerika 2013 sogar bei 13 Prozent liegt.
Um dem Wachstum Rechnung zu tragen, kündigte Rosenfeld ein neues Werk für dieses Jahr in der Nähe des mexikanischen Puebla an. Von dort sollen für US- und andere Kunden Drehmomentwandler produziert werden. „Ein Grundstück haben wir bereits erworben“, so Rosenfeld. Es ist für Schaeffler das zweite Werk am Standort Puebla und das insgesamt dritte Werk in Mexiko.
Die in Detroit vorgestellten Lösungen Schaefflers stehen ganz im Zeichen effizienter Antriebe, um die CAFE-Standards zu erreichen. CAFE steht dabei für Corporate Average Fuel Economy und beschreibt die mit Blickrichtung auf 2020 und 2025 zunehmend restriktiveren gesetzlichen Flottenverbrauchs-Vorschriften in den USA. „Effizienz ist Schaefflers DNA“, so Technik-Vorstand Peter Gutzmer auf der Automesse. Das auf dem Messestand gezeigte Demonstrationsfahrzeug „Efficient Future Mobility North America“ soll zeigen, wie sich kostengünstig auch mit einem der in Amerika beliebten SUV die CAFE-Vorgaben für das Jahr 2020 erreichen lassen. Gutzmer verspricht mit den serienreifen Lösungen eine Kraftstoffersparnis „von mehr als 15 Prozent“.