Winterthur. Der Automobilzulieferer Autoneum sieht in Asien noch Nachholbedarf. „Wir liegen da beim Umsatzanteil noch unter zehn Prozent“, erklärt der Vorstandschef des schweizer Unternehmens Martin Hirzel gegenüber Automobilwoche. „In China haben wir uns gerade an einem Joint Venture zur Belieferung japanischer Hersteller mit unserem langjährigen japanischen Partner und Automobilzulieferer Nittoku in Wuhan beteiligt“, erläutert der Chef des Anbieters von Lösungen für Akustik- und Wärmemanagement.
Damit ist der größte Zulieferer der Schweiz mit drei eigenen Werken in Chongqing, Taicang und Shenyang und dem gemeinsam mit Nittoku betriebenen Joint Ventures in Guangzhou und Tianjin präsent. „Auf chinesische Hersteller haben wir uns bislang wenig konzentriert“, konkretisiert Hirzel.
Der Unternehmenslenker führt das auch darauf zurück, dass das Thema Akustik bei den chinesischen Autobauern noch keine so große Rolle spielt. „Nicht chinesische Hersteller, also europäische, amerikanische und japanische Kunden in China, beliefern wir heute schon mit verschiedensten Komponenten.“ Bei diesen Kunden sieht er weiterhin noch großes Potenzial.
Um japanische Fahrzeugbauer zu beliefern, unterhalten die Schweizer seit 47 Jahren eine Partnerschaft mit dem japanischen Zulieferer Nittoku. „Nittoku ist außerdem unser Lizenznehmer in Japan. Wir haben im ersten Halbjahr 2013 24 Prozent unseres Umsatzes mit japanischen Fahrzeugherstellern erzielt, ohne selbst in Japan präsent zu sein. Auf dieses Ergebnis sind wir sehr stolz“, erläutert der Vorstandschef.