Kerpen. Zeitgemäße Arbeitsplätze fördern Produktivität und Motivation - und sind damit zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor geworden. Das ist eine der Kernaussagen einer Umfrage, die der IT-Dienstleister Computacenter gemeinsam mit dem Analystenhaus Pierre Audoin Consultants (PAC) durchgeführt hat. Für die Studie wurden 125 Fachbereichsleiter aus mittleren und großen deutschen Unternehmen befragt. Demnach halten 80 Prozent der Manager die Gestaltung der Arbeitsplätze für einen zentralen Produktivitätshebel, drei Viertel sehen zudem einen großen Einfluss auf die Motivation. Das liegt unter anderem daran, dass durch die zunehmende Mobilität der feste Büroarbeitsplatz an Bedeutung verliert - und damit alternative Arbeitsplatzkonzepte erforderlich werden.
40 Prozent der befragten Manager konstatieren, dass ihre Mitarbeiter immer mehr Arbeitszeit außerhalb der herkömmlichen Büroumgebung verbringen, jeder vierte arbeitet regelmäßig in mobilen oder alternativen Arbeitsumgebungen. Diese Aussagen bestätigen den Trend, der bereits in der im Juni veröffentlichten Mitarbeiterbefragung deutlich wurde. Gleichzeitig hat der Zeitaufwand für nicht produktive Tätigkeiten deutlich zugenommen: Für 80 Prozent der Befragten ist die Bearbeitung von E-Mails Produktivitätskiller Nummer eins, der Zeitaufwand für Kerntätigkeiten ist im Saldo dagegen unverändert.
"Die logische Konsequenz ist eine chronische Überlastung der Mitarbeiter und eine nachlassende Innovationskraft", erläutert Jochen Rapp, Solution Manager bei Computacenter und verantwortlich für den "Zeitgemäßen Arbeitsplatz". Wie die Umfrage bei den Mitarbeitern gezeigt hat, empfindet jeder fünfte Befragte seine IT-Ausstattung als frustrierend und nur jeder Dritte als motivierend. Die Fachbereichsleiter sehen dies ähnlich: Knapp jeder zweite hält die Arbeitsplätze der Mitarbeiter für nicht zeitgemäß.