Washington. VW kommt in den USA nicht zur Ruhe: Neben den neuen Vorwürfen in Bezug auf geschönte Verbrauchswerte ermittelt jetzt auch die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) gegen die Wolfsburger, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet. Der Vorwurf: Volkswagen soll Sicherheitsprobleme verschwiegen haben.
NHTSA-Sprecher Gordon Trowbridge sagte der Zeitschrift, dass die Behörde „in Diskussionen mit VW-Verantwortlichen eine Überprüfung des Sachverhalts durch einen unabhängigen, externen Gutachter angeordnet hat“.
Hintergrund ist eine Vorschrift, die Autohersteller dazu verpflichtet, die NHTSA über Unfälle mit Toten oder Verletzten zu informieren, wenn Geschädigte Ansprüche beim Hersteller geltend gemacht haben. In den vergangenen Jahren hat VW auffällig wenige derartige Meldungen eingereicht. In den USA sind ähnlich viele VW unterwegs wie BMW oder Mercedes. Doch während Daimler im vergangenen Jahr 200 Meldungen an die NHTSA abgab und BMW 143, waren es bei VW nur 47. Eine Auswertung der "Wirtschaftswoche" hat ergeben, dass VW zwischen 2007 und 2013 durchschnittlich 18 Fälle pro Jahr gemeldet hat. Das ist natürlich kein Beweis für einen neuen Skandal, aber auffällig ist es allemal.