Wolfsburg. Der VW-Konzern will Fortschritte bei der Aufklärung des Abgas-Skandals machen. Deshalb hat er den Mitarbeitern, die in die Affäre verwickelt sind, eine Art Kronzeugen-Programm angeboten. Das berichten die "Süddeutsche Zeitung" (Samstag), der NDR und der WDR. Beschäftigte, die an den Betrug beteiligt sind, dürfen ihren Arbeitsplatz demzufolge behalten, wenn sie gestehen und damit zur Aufklärung beitragen. Zudem bleiben sie von Schadenersatzansprüchen verschont.
"Warum sollten die Leute auspacken und sich selbst belasten, wenn sie davon nichts haben?", fragt der Vorstand. Für Mitglieder der obersten Führungsriege und andere hochbezahlte Manager soll das Angebot jedoch nicht gelten. Schon Anfang Oktober hatte Konzernchef Matthias Müller versprochen, wer zur Aufklärung beitrage, habe "keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen" zu befürchten. Bisher sind jedoch noch nicht viele Zeugen aufgetaucht, deshalb planen Vorstand und Aufsichtsrat jetzt ein Amnestieprogramm.