München. „Wir stehen am Beginn einer neuen Ära“, erklärte Uwe Thomas, Chef des Automotive Aftermarket von Bosch, mit Blick auf die Möglichkeiten der Vernetzung. So rechnet er damit, dass die Vernetzung die Elektromobilität beflügeln wird. Für das Jahr 2025 erwartet er, dass 15 Prozent aller Neufahrzeuge weltweit elektrifiziert sein werden. Für Europa prognostiziert er einen Wert von 36 Prozent der Fahrzeuge. Zudem geht er davon aus, dass immer mehr Assistenzsysteme im Auto Einzug halten werden. Das Ziel von Bosch ist es, den Autopiloten ins Fahrzeug zu bringen. Dank automatisiertem und hoch automatisiertem Fahren soll sich so die Unfallgefahr deutlich reduzieren lassen.
Allerdings bedarf es dafür einer funktionierenden Infrastruktur. „Die politische Bereitschaft für Investitionen dafür ist wichtig“, so Thomas. Im politischen Umfeld seien die Chancen, die eine verbesserte Infrastruktur biete, aber noch nicht durchgängig erkannt worden. Potenzial für Verbesserungen sieht er auch bei den rechtlichen Rahmenbedingungen. Denn noch fehlen die Voraussetzungen, um das „vollautomatische Reisen“ zu ermöglichen. So fehlen Regeln dazu, wer die Nutzungsrechte an den Daten hat. Auch Fragen danach, wie die Daten gesichert werden und wer auf die Daten unter welchen Umständen zugreifen darf, sei noch nicht geklärt. Doch Thomas sieht die Chance, dass die europäische Automobilindustrie gemeinsam mit der EU-Kommission dabei eine Vorreiterrolle einnehmen kann. Denn: „Der Kunde braucht Vertrauen. Daran müssen wir alle arbeiten.“