Stuttgart. Der weltgrößte Zulieferer Bosch soll minderwertige Teile in seinen Bremsen verwenden. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montag) unter Berufung auf den kanadischen Bremsenspezialisten Nucap. Bosch hat demzufolge Ende 2013 von Nucap verlangt, für die Fertigung von Bremsen günstigere Teile zu verwenden. Die Kanadier lehnten mit Verweis auf Sicherheitsbedenken ab, worauf die Geschäftsbeziehung endete. In einer Pressemitteilung vom 29. Oktober wies Bosch die Vorwürfe entschieden zurück.
Konkret geht es um Trägerplatten für Bremsbeläge, die Nucap gründlich vorbehandelt, um Korrosion zu vermeiden. Laut Nucap hat Bosch verlangt, auf diese Prozedur zu verzichten, um Geld zu sparen. Ray Arbesman, der Verwaltungsratschef von Nucap, sagte, es handle sich um ein Einsparpotenzial von fünf bis zehn Cent bei Teilen, die zwischen 40 und 50 Cent kosten. Die Führung von Nucap weigerte sich, weil sie Korrosion befürchtete, obwohl Bosch zugesagt hatte, die unbehandelten Platten nachzubehandeln.