Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna plant für seinen Auftragsfertiger Magna Steyr eine weitere Produktionsstätte neben seinem Stammwerk in Graz. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge soll das neue Werk in Europa entstehen. Gute Chancen hat offenbar Slowenien. Die Automobilwoche hatte das bereits im September berichtet.
Dort sucht das Unternehmen zunächst einen Standort für eine neue Lackiererei. Neben Europa sei jedoch auch ein Standort in Nordamerika oder China denkbar. Eine Entscheidung soll in den kommenden Monaten fallen. Spätestens Ende 2018 soll das Stammwerk in Graz wieder voll ausgelastet sein, weil im März dort die Auftragsfertigung des neuen Fünfer-BMW beginnt. Er ersetzt die auslaufende Produktion des Mini Countryman.
Ab 2017 soll in Graz neben dem Fünfer und der Mercedes G-Klasse der batteriebetriebene Jaguar i-Pace vom Band laufen. Ein weiteres noch unbekanntes Modell, vermutlich ein kleines Crossover, soll folgen. Zudem soll bei Magna auch der gemeinsame Sportwagen von Toyota und BMW gebaut werden, der 2019 auf den Markt kommt und bei BMW den Z4 ersetzt. Magna hat sein Werk deshalb für 500 Millionen Euro erweitert. Bei Vollauslastung können in Graz pro Jahr etwa 200.000 Autos von den Bändern laufen. Bis 2018 soll die Zahl der Mitarbeiter aufgrund der guten Auftragslage um rund 3000 auf 10.000 steigen.