Herzogenaurach. Um das weiter schwächelnde Industriegeschäft zu stärken, hat der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler beschlossen, insgesamt 500 Stellen in der Industriesparte zu streichen. Damit soll das Ergebnis in den nächsten drei Jahren um rund 60 Millionen Euro verbessert werden. Vorstandschef Klaus Rosenfeld verweist darauf, dass die Sparte unter anderem unter einer "hohen Wettbewerbsintensität" und unter "Preisverfall" leide. Zuletzt lag die operativen Marge der Industriesparte unter zehn Prozent. Rosenfeld strebt für diesen Bereich eine Ebit-Marge von zehn bis elf Prozent an.
Erst im vergangenen Jahr hatte Schaeffler beschlossen, die Industriesparte neu auszurichten und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Der Name des Programms: „CORE“. Der Schwerpunkt der Kostensenkungsmaßnahmen lag dabei auf Deutschland, während die zweite Welle Schritte vor allem Standorte außerhalb Deutschlands betrifft. „Wir sehen, dass das Programm greift“, sieht sich Rosenfeld in der 2015 gestarteten ersten Konsolidierungsrunde bestätigt.