München. Die frühere Bundesverfassungsrichterin Christine Hohmann-Dennhardt, im Vorstand des VW-Konzerns für Recht und Integrität zuständig, hat die Ungleichbehandlung europäischer und amerikanischer Kunden verteidigt. "Die rechtlichen und die regulatorischen Umstände sind in Amerika allerdings komplett anders. Und auch die Motorvarianten unterscheiden sich", sagte sie der Süddeutschen Zeitung. Zudem würden die Autos auch nach der Umrüstung die strengeren Emissionswerte in den USA nicht komplett erfüllen. Emotional könne sie die Empörung der deutschen Kunden verstehen.
Abgas-Skandal
"Man kann nur auf Erfolg stolz sein, wenn er anständig ist"
Christine Hohmann-Dennhardt, im VW-Vorstand für Recht und Integrität zuständig, spricht über die Folgen des Abgas-Skandals für den Konzern und die Ungleichbehandlung europäischer und amerikanischer Kunden.
Belastung für die Mitarbeiter
Für die Mitarbeiter bedeute die Krise eine große Belastung: "VW ist von einer Größe, die die Mitarbeiter immer beflügelt und stolz gemacht hat, sehr stark herabgefallen." Hinzu kämen die konkreten Arbeitsplatzsorgen. Viele Mitarbeiter würden sich aus Angst vor Fehlern kaum noch trauen, etwas zu unternehmen. Man müsse den Leuten den Rücken stärken. Diese Erfahrung habe sie bei ihrem früheren Arbeitgeber Daimler gemacht.
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