London. Noch haben die Verhandlungen um den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union, den sogenannten Brexit, nicht offiziell begonnen. Der britische Automobilverband SMMT (Society of Motor Manufacturers and Traders) warnt der Nachrichtenagentur Reuters zufolge vorsorglich vor erheblichen Mehrkosten. Im- und Exporte von Autos zwischen Großbritannien und der EU würden sich pro Jahr um 5,25 Milliarden Euro verteuern.
Der Verband fordert, dass Großbritannien alles tut, um auch nach dem Brexit Zugang zum europäischen Binnenmarkt zu behalten. Im vergangenen Jahr hat Großbritannien rund 1,6 Millionen Autos produziert und davon 80 Prozent exportiert. Drei Viertel des Exports gingen in EU-Länder. Von den im Land verkauften 2,6 Millionen Fahrzeugen stammten mehr als 85 Prozent aus dem Ausland.