Washington. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht die Aufhängung der elektrisch angetriebenen Oberklasse-Limousine Tesla Model S. Diese ist möglicherweise fehlerhaft. Zunächst wird die Behörde die Aufhängung begutachten. Daraus könnte jedoch eine offizielle Untersuchung werden, wenn die NHTSA-Mitarbeiter Hinweise auf schwerwiegendere Probleme entdecken. Schlimmstenfalls können Defekte am Fahrwerk zu Unfällen führen. Zunächst will die Behörde jedoch weitere Informationen von Tesla und Tesla-Besitzern einholen. Der Aktienkurs gab um fast drei Prozent nach.
Für Tesla ist ein zweiter Vorwurf aber deutlich brisanter: Die NHTSA untersucht den Vorwurf, das Unternehmen habe Kunden angeboten, die Reparaturkosten teilweise zu übernehmen, wenn die Kunden nicht über das Problem sprechen würden.
Der Autobauer wies beide Vorwürfe zurück: "Zuallererst, es gibt keinen Sicherheits-Defekt bei der Radaufhängung weder im Model S, noch im Model X", schrieb das Unternehmen in einem Blogeintrag. Lediglich bei einem Fahrzeug habe es durch ungewöhnliche Nutzung auf einer schlechten Straße einen Fehler gegeben "Wir haben das bei keinem anderen Auto gesehen." Den Vorwurf, man habe sich das Schweigen seiner Kunden erkaufen wollen, nannte Tesla "grotesk". Mit der Erklärung, die man den Kunden vorgelegt habe, habe man sie lediglich von Klagen abhalten wollen, nachdem das Unternehmen freiwillig die Kosten für die Reparaturen übernommen habe. Niemals habe man sie davon abhalten wollen, Probleme den Behörden zu melden. Die Erklärung, die Tesla seinen Kunden vorgelegt hat, will das Unternehmen nun gemeinsam mit der NHTSA untersuchen.