Von der Zukunft von ATU hat Jörn Werner eine klare Vorstellung: "Wir verstehen uns immer mehr als Partnerfür motorisierte Mobilität", sagte der Chef der Werkstattkette der "Süddeutschen Zeitung". Vor ein halben Jahr stand das Unternehmen vor dem Aus, dann lösten sich gleich zwei Probleme. Zum einen übernahm die französische Werkstattkette Mobivia ATU, zum anderen gelang es, die hohen Mieten für die Filialen deutlich zu senken. Ein weiteres Problem sei die Abwrackprämie von 2009 gewesen, durch die viele sonst von ATU reparierte Autos vom Markt verschwunden seien. In seiner Anfangszeit habe es zahlreiche Probleme gegeben, sagte Werner, der seit Mai 2015 an der Spitze von ATU steht. "Meine erste Aufgabe war, die Blutung zu stoppen, also den Kundenverlust und den Abwärtstrend beim beim Umsatz zu beenden."
Große Hoffnungen setzt Werner auf den neuen Investor. Mobivia sei ein "solides, langfristig denkendes Familienunternehmen", sagte er. Durch die Übernahme habe sich die Situation von ATU sofort verbessert. "Wir sind auf einen Schlag wieder profitabel." Von der gemeinsamen Einkaufsmacht der beiden Ketten erwartet er zudem Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe.