Am morgigen Freitag stimmt der Bundesrat über das Gesetz von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zum autonomen Fahren ab. Es wird damit gerechnet, dass der Bundesrat dem zustimmt. Als eines der ersten Länder der Welt würde Deutschland damit eine gesetzliche Grundlage zur Einführung von hoch- und vollautomatisierten Fahrzeugen erhalten. „Die weitere technische Entwicklung hängt von einem zeitgemäßen Rechtsrahmen ab“, macht Kurt Lehmann, Technik-Chef bei Continental, deutlich. Er setzt sich deshalb für international ausgeglichene Regeln ein.
Das Gesetz ist im Kern nur das, was das kürzlich aktualisierte „Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr“ vorsieht. Der völkerrechtlich verbindliche Vertrag lässt erstmals Systeme zu, die ein Fahrzeug voll- oder halbautomatisch lenken. Dies ist allerdings an die Bedingung geknüpft, dass der Fahrer sie jederzeit übersteuern oder abschalten kann. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Verantwortung und die letzte Entscheidung immer beim Fahrer bleiben muss.