Der Lieferdienst Hermes setzt bereits seit Oktober 2016 auf die Elektrotransporter von Emovum. "Die Motivation für die Umrüstung der Fahrzeuge lag darin, dass wir von der Autoindustrie über Jahre hinweg keine Angebote bekommen haben", sagt Alexander Bartelt, Chef des Bereichs Corporate Responsibility von Hermes in Deutschland.
Das Start-up Emovum, eine hundertprozentige Tochter des Zulieferers Wulff Gaertner Autoparts, ist erst Ende 2015 gegründet worden und baut die Transporter auf Basis des Fiat Ducato. Inzwischen hat Hermes mit insgesamt sechs Elektro-Lieferwagen rund 20.000 Kilometer zurückgelegt. Je nach Bedarf bietet der Transporter eine Reichweite von 100 bis 250 Kilometern. Emovum hat das Fahrzeug mit Kühlaufbau, als Personentransporter und als Kipper im Programm. Hinzu kommen eine elektrisch angetriebener Fiat 500 mit maximal 90 Kilometern Reichweite sowie Ladetechnik.
"Wir glauben fest daran, dass sich Elektrofahrzeuge durchsetzen werden und das zuallererst bei Nutzfahrzeugen. Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten - die kommenden verschärften Umweltzonen, etwa in den Innenstädten, machen elektrische Kleintransporter künftig im lokalen Lieferverkehr alternativlos", sagt Florian Gaertner, einer der Geschäftsführer von Emovum. "Die Technologie, die in unseren Fahrzeugen steckt, hat in rund 300 Elektrofahrzeugen bereits Anwendungskilometer im höheren siebenstelligen Bereich erfolgreich gemeistert."