"Das Auto wird für die Techindustrie immer wichtiger", sagt Gabriel Seiberth, Geschäftsführer von Accenture, gegenüber dem "Handelsblatt". Durch den zunehmenden Bedarf an Prozessoren im Auto haben sich Verschiebungen in der Branche der Chiphersteller ergeben, Nvidia ist aufgrund seiner Spezialisierung auf Grafiken ist zum Beispiel interessanter für die Autobranche als Intel oder AMD. Für die Chiphersteller wird das vernetzte Auto zudem wichtiger, weil der Markt für Smartphones und Tablets gesättigt ist.
Dass Computerkonzerne wie Apple und Google kein eigenes Auto bauen, überrascht Seiberth nicht: "Apple hat vom Bau von Fernsehern Abstand genommen, warum sollten die jetzt Autos bauen können?" Die Rolle eines Seiteneinsteigers sieht er mit Tesla bereits besetzt, zudem werde es für die Newcomer demnächst schwieriger, wenn die etablierten Autohersteller interessante Elektroautos auf den Markt bringen.
Dem autonomen Fahren steht Seiberth skeptisch gegenüber: Der Verkehr in den Städten sei viel zu komplex, als dass er sicher von Maschinen beherrscht werden könne: "Ich glaube, wir sind vom autonom fahrenden Auto so weit entfernt wie von einem Flug zum Mars."
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Die technische Weiterentwicklung des Autos ist zudem der Schwerpunkt der Automobilwoche Konferenz, die im Februar in München stattfindet. Mehr erfahren.