Dem Daimler-Konzern drohen möglicherweise hohe Geldstrafen in den USA. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat der Konzern in seinem Bericht zum ersten Quartal erneut darauf hingewiesen, dass die US-Behörden bei ihren Ermittlungen zu dem Schluss kommen könnten, das in Dieselfahrzeugen der Marke Mercedes-Benz möglicherweise nicht erlaubte Funktionalitäten enthalten seien. Bereits in den vergangenen Quartals- und Geschäftsberichten waren entsprechende Warnungen enthalten.
Sollte das der Fall sein, könnten dem Autobauer hohe Geldstrafen oder Kosten für Rückrufaktionen drohen. "Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass die vorgenannten Risiken erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten", schreibt das Unternehmen. Daimler weist darauf hin, weil die Behörden einem anderen Autohersteller Anfang des Jahres Vorwürfe aufgrund von "für Dieselfahrzeuge üblichen Funktionalitäten" gemacht haben, weil er sogenannte Auxiliary Emission Control Devices nicht offengelegt hat. Das hätten die US-Umweltbehörden als unzulässig angesehen.
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