Tata und der VW-Konzern loten die Möglichkeit einer Partnerschaft aus. Das berichtet die Website "livemint" unter Berufung auf Tata-Motors-Chef Günter Butschek. Man sei derzeit in Verhandlungen, sagte der Manager am Rande des Genfer Autosalons. Im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens sei es denkbar, Produktionskapazitäten und Technologien zu teilen, um Kosten zu sparen.
Berichte über eine Zusammenarbeit zwischen dem größte indischen und dem größten europäischen Autohersteller gibt es schon länger. Eine offizielle Bestätigung gab es bisher aber noch nicht. VW versucht seit Jahren erfolglos, ein Billigauto für Schwellenländer zu entwickeln. Tata ist in diesem Bereich erfolgreich und hat zudem bereits ein Vertriebsnetz auf dem großen indischen Markt. Nachdem der VW Fox sich nicht so durchgesetzte hatte wie erhofft, versuchte VW eine Zusammenarbeit mit Suzuki, die aber schnell im Streit endete.
Auf dem Genfer Autosalon haben mehrere Automanager erklärt, dass sie eine weitere Konsolidierung der Branche für wahrscheinlich halten. Vor wenigen Tagen hatte die Übernahme von Opel durch PSA für Aufregung gesorgt. Ein VW-Sprecher hatte allerdings gesagt, der Konzern habe keinen Bedarf an weiteren Kooperationen, weil er mit seinen Marken bereits strategisch gut aufgestellt sei.
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