Tesla will von Bosch Schadenersatz fordern, weil der Hersteller aufgrund rostiger Schrauben im März rund 125.000 Model S zurückrufen musste. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf den Tesla-Quartalsbericht. "Der vor Kurzem erfolgte freiwillige Rückruf von 125.000 Model-S-Fahrzeugen aufgrund rostender Lenkbolzen geschah nicht aufgrund von Material, das unserer Garantie unterliegt. Es wird erwartet, dass der Zulieferer schadenersatzpflichtig ist", heißt es darin. Bosch wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Fall äußern. Noch ist unklar, um welche Summe es geht. In der Bosch-Bilanz finden sich keine Rückstellungen für den Fall.
Tesla musste aufgrund der rostenden Lenksäulen im März 125.000 Model S zurückrufen. Es habe keine Verletzungen oder Unfälle gegeben. Der Rückruf war der bislang größte in der Geschichte von Tesla. Der Hersteller hat bisher insgesamt rund 260.000 Fahrzeuge verkauft, der Rückruf betraf also fast jedes zweite je gebaut Auto der Marke.