Der Löwenanteil des Konzernumsatzes stammt mit 646,7 Millionen Euro aus dem Automotive-Geschäft, die Autosparte auch die Hälfte zum Betriebsgewinn bei.
Das Nutzfahrzeug-Geschäft legte allerdings stärker zu. Dank der weltweit sehr hohen Nachfrage nach Sitzen für Baumaschinen, Lastwagen, Gabelstaplern und Landmaschinen schoss der Umsatz in der zweiten Grammer-Sparte aber um 15 Prozent und der Betriebsgewinn um 44 Prozent hoch.
Mit einer Ergebnismarge von über 10 Prozent vom Umsatz ist diese Sparte jetzt dreimal so profitabel wie die Autosparte, die Mittelkonsolen und Kopfstützen herstellt. Die Autosparte wurde zu Jahresbeginn von Modellwechseln in Mexiko und den USA gebremst, der Rückgang wurde jedoch vom deutlichen Wachstum bei den Nutzfahrzeugen mehr als ausgeglichen.
"Im ersten Halbjahr verlief die Konzernentwicklung insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen. Das wichtigste Ereignis für Grammer der letzten Monate war das Übernahmeangebot durch unseren strategischen Partner aus China. Ningbo Jifeng wird bei einem erfolgreichen Vollzug nun unser Ankerinvestor und ist für uns auch ein wichtiger Partner für die künftige Entwicklung von Grammer im asiatischen Markt", sagte Grammer-Chef Hartmut Müller.
"Gleichzeitig können wir mit der Akquisition des US-Automobilzulieferers Toledo Molding & Die Inc. unsere Marktposition in Nordamerika deutlich ausbauen und somit auch in dieser Region zukünftig weiter hohe Wachstumspotentiale realisieren."