Spätestens im Frühsommer kommenden Jahres wird es ernst für Rupert Stadler. Dann soll der frühere Audi-Chef angeklagt werden, wie der "Spiegel" berichtet. Zugleich sollen auch die Anklagen gegen den früheren Motorenchef Wolfgang Hatz und die Ingenieure Giovanni P. und Henning L. fertig sein. Die vier Männer wären die ersten, die sich aufgrund des Abgas-Skandals vor Gericht verantworten müssten. Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 20 aktuelle oder ehemalige Audi-Mitarbeiter.
Stadler hat mehrere Monate in Untersuchungshaft gesessen, die Behörden werfen ihm vor, Zulassungsbescheinigungen für nicht zulassungsfähige Autos unterschrieben zu haben und versucht zu haben, Zeugen oder Beschuldigte zu beeinflussen. Stadler hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen, auch als er schon in U-Haft saß, blieb er Audi-Chef. Erst Anfang Oktober trennte er sich einvernehmlich vom VW-Konzern. Auch die anderen Beschuldigten pochen auf ihre Unschuld.