Nicht nur deutsche Autobauer haben Probleme mit Abgastests. In Japan mussten jetzt gleich zwei Autobauer Fehler eingestehen. Die Hersteller Mazda und Suzuki sowie der Motorradhersteller Yamaha sind nach oben oder unten von den Testzeiten der vorgeschriebenen gesetzlichen Prüfzyklen abgewichen, wie unter anderem das "Handelsblatt" berichtet. Verkehrsminister Keiichi Ishii nannte die Manipulationen "extrem bedauerlich".
Zwar handelt es sich nicht um einen Betrug wie bei Volkswagen, sondern lediglich um Schlamperei. Die Abweichen gab es schließlich in beide Richtungen. Rückrufe sind nicht geplant. Die japanische Autobranche, die ähnlich stolz auf ihre Qualität und ihre Präzision ist wie die deutsche, war dennoch alarmiert – zumal es nicht der erste Vorfall dieser Art ist. Schon vor zwei Jahren hatte Mitsubishi eingestehen müssen, Verbrauchsangaben geschönt zu haben. In diesem Jahr sind bei Subaru und Nissan Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Komplett unbelastet sind von den japanischen Autoherstellern nur noch Toyota, Daihatsu und Honda.
Bei Suzuki ist jeder zweite der fast 13.000 seit 2012 durchgeführten Tests beanstandet worden. Bei Mazda waren nur 72 der 1472 erneut überprüften Tests fehlerhaft.
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