Dieter Zetsche hat mit Äußerungen zur Nachrüstung von Dieselfahrzeugen für Aufsehen gesorgt. Es dauere zwei bis drei Jahre, entsprechende Lösungen zu entwickeln, sagte der Daimler-Chef. Zudem könne man sicher sein, dass "die Verbrauchswerte steigen und die Leistungswerte sinken" würden, zitiert die Bild-Zeitung den Manager. Die Autos müssten in Tausenden von Werkstätten umgerüstet werden, von Techniker, die dazu womöglich nicht in der Lage wären. Mit der letzten Äußerung hat Zetsche den Unmut des Zentralverbands Deutscher Kfz-Gewerbes auf sich gezogen.
"Es gab schon originellere Versuche von Herstellerseite, die Nachrüstung ihrer Produkte mit stickoxidreduzierender Technik zu verhindern, als den Verweis auf die angeblich mangelnde Kompetenz der Werkstätten", konterte ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz. "Herr Zetsche sollte sich angewöhnen, der jeweiligen Situation entsprechend entweder das Beste zu sagen oder gar nichts. Hier hätte er besser geschwiegen."
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