Gerade erst hat VDA-Präsident Matthias Wissmann den Dieselmotor in den USA im Interview mit der Automobilwoche für tot erklärt. Jahrelang hatten die deutschen Hersteller mit Spritspar-Fahrten versucht, die Amerikaner von den Vorteilen dieses Konzepts zu überzeugen. Ohne Erfolg. Der Diesel gilt in den USA als schmutziger LKW-Antrieb, der für Pkw ungeeignet ist. Aufgrund der geringen Steuern sind die Spritpreise in den USA zudem so niedrig, dass es egal ist, ob ein Auto ein paar Liter mehr oder weniger verbraucht. Mit dem Abgas-Skandal, dem Eingeständnis von VW, in Hunderttausenden von Autos eine verbotene Software installiert zu haben, schien das Ende besiegelt.
Doch jetzt hat Ford angekündigt, den F-150 erstmals mit Dieselmotor anzubieten. Der F-150 ist nicht irgendein Auto, sondern das am häufigsten verkaufte Fahrzeug in den USA. Das ausgerechnet dieser Pick-up jetzt mit Diesel angeboten wird, ist mindestens so revolutionär, als wenn VW die TDI-Version des Golf einstellen würde.