Neuer Ärger für Carlos Ghosn: Der frühere Nissan-Chef soll sein Gehalt einem Bericht der japanischen Zeitschrift "Asahi" zufolge in diesem und in den beiden vorherigen Jahren zu niedrig angegeben haben. Damit hätte Ghosn insgesamt über acht Jahre hinweg falsche Angaben gemacht, zusammengerechnet geht es um rund acht Milliarden Yen, umgerechnet rund 62 Millionen Euro.
Ghosn war am Montag in Japan festgenommen worden. Neben den falschen Angaben zu seinem Gehalt wird ihm vorgeworfen, Firmengelder für private Zwecke ausgegeben zu haben. Ein Whistleblower bei Nissan soll die Ermittlungen ausgelöst haben, die mehrere Monate später schließlich zur Festnahme des Managers geführt haben. Die Suche nach einem Nachfolger als Verwaltungsrats-Präsident von Nissan läuft bereits. Bei Renault hat Thierry Bolloré das operative Geschäft übernommen, Ghosn bleibt aber vorerst Firmenchef. Auch Mitsubishi hat Ghosn noch nicht als Chef entlassen.