Hamburg. Nach der Abgasaffäre rechnen 27 Prozent der deutschen Zulieferer mit einem Abbau von Arbeitsplätzen. Das ergab eine Blitzumfrage der Einkaufsberatung Kloepfel Consulting, die der Automobilwoche exklusiv vorliegt. Gut jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) erwartet keine Veränderung. Befragt wurden dabei 30 Zulieferer aller Größen. Zudem erwarten die Zulieferer Auswirkungen auf die Preisentwicklung: 30 Prozent der Teilnehmer gehen davon aus, dass die betroffenen Autohersteller die Preise deutlich nach unten drücken werden. Weitere 43 Prozent fürchten, dass der Absatz von Fahrzeugen der betroffenen Marken einbrechen wird und dadurch die Nachfrage nach Komponenten. Die Folge wären sinkende Preise.
Versagen der Volksvertreter
Zudem rechnen die meisten Zulieferer damit, dass sich die Affäre ausweiten wird. 57 Prozent glauben, die Manipulation der Abgaswerte betreffe viele Konzerne, nur drei Prozent, dass nur VW manipulierte. 13 Prozent rechnen sogar damit, dass der Skandal alle Automobilkonzerne tangiert. Auch die Politik kommt in der Befragung schlecht weg: 67 Prozent sind der Meinung, dass die deutsche Politik weggeschaut habe.