München/Frankfurt. Nach der historischen Krise von 2008 und 2009 erholt sich die weltweite Automobilzulieferindustrie rasant. Die weltweiten Umsätze der Branche haben nahezu wieder das Vorkrisenniveau erreicht, lautet ein Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatungen Roland Berger Strategy Consultants und Lazard. Die Profitabilität wird mit einer Umsatzrendite von bis zu sechs Prozent in 2010 möglicherweise einen neuen Rekord markieren. Haupttreiber dieser rasanten Erholung sind die boomenden Automärkte Chinas, Brasiliens und Indiens sowie die teilweise Erholung der Triademärkte Nafta, Europa und Japan. Gleichwohl hat die gesamte Automobilzulieferbranche während der Krise kräftig Federn gelassen.
"Die Branche hat während der Krise weltweit rund 200 Milliarden Euro Umsatz, 75 Milliarden Euro Ebit und 15 Milliarden Euro Eigenkapital eingebüßt", sagt Eric Fellhauer, Geschäftsführer bei Lazard. "Außerdem mussten 350 Zulieferer rund um den Globus Insolvenz anmelden.“ Dennoch ist es der weltweiten Zulieferindustrie gelungen, im Katastrophenjahr 2009 einen positiven Free Cashflow zu erzielen. Erreicht wurde dies durch ein umfassendes Maßnahmenpaket aus Investitionskürzungen, Working-Capital-Optimierungen und einer deutlichen Reduzierung der Kostenbasis. "Die Umsätze der Zulieferer haben weltweit nahezu wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Die Profitabilität wird mit einer Umsatzrendite von etwa sechs Prozent im Jahr 2010 möglicherweise sogar einen neuen Rekord markieren", sagt Marcus Berret, Partner bei Roland Berger.