Detroit. Der Antriebs- und Fahrwerksspezialist ZF Friedrichshafen wächst in den USA weiter kräftig. Im Jahr 2016 will das Unternehmen dort einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Dollar (4,1 Milliarden Euro) erreichen, erklärte der ZF-Vorstandsvorsitzende Stefan Sommer auf der Automesse in Detroit. 2013 hatte der Umsatz bei 3,8 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro) gelegen. Nordamerika hatte im vergangenen Jahr 3,1 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz von 17 Milliarden Euro beigetragen.
Ein wichtiger Treiber des Wachstums ist das 9-Gang-Automatikgetriebe für Fahrzeuge mit Front-Quer-Antrieb. Kunden für das Aggregat, das derzeit ausschließlich in den USA am ZF-Standort in Gray Court, South Carolina, produziert wird, sind Chrysler und Land Rover. Allerdings hat die Honda-Tochter Acura heute in Detroit das Modell Acura TLX Prototype vorgestellt und angekündigt, dass das Fahrzeug unter anderem mit einem 9-Gang-Automatikgetriebe ausgerüstet werden soll. Die Japaner könnten damit der dritte Kunde von ZF sein. Der Zulieferer wollte das allerdings nicht kommentieren.
Derzeit werden in Gray Court jeweils 400.000 Getriebe 8HP und 9HP hergestellt. Bis zum Jahr 2016 soll die Kapazität auf 1,2 Millionen Getriebe ausgebaut werden, die Anzahl der Mitarbeiter von 1200 auf 1650 wachsen. Insgesamt hat das Unternehmen vom Bodensee 2013 in Nordamerika 7100 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.