München. Im Juli sind in Deutschland 260.907 Neuwagen auf die Straßen gekommen. Im Vergleich zum Juli 2010 entspricht das einem Zuwachs von 9,9 Prozent. Gegenüber dem Juni fiel die Zahl der Neuwagen allerdings wie in jedem Jahr, diesmal um 9,5 Prozent. In den ersten sieben Monaten wurden in Deutschland 1,88 Millionen Autos neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Plus von 10,4 Prozent.
Besonders gefragt waren im Juli die Vans: Im Vergleich zum Vorjahresmonat verdoppelten sich die Zulassungen. Fast 60 Prozent des Segment werden von den Modellen VW Touran, VW Sharan und Opel Zafira abgedeckt. Ebenfalls zulegen konnte die Oberklasse: Um mehr als Viertel (25,3 Prozent) stieg die Anzahl der Neuwagen in diesem Segment. Die Kleinstwagen fanden im Juli dagegen deutlich weniger Anklang und büßten 20,6 Prozent ein. Auch die Sportwagen mussten Federn lassen, allerdings nicht so stark (minus 4,9 Prozent). Beliebteste Marke war erneut VW. Die Wolfsburger lieferten 32,2 Prozent mehr Fahrzeuge aus als im Juli 2010. Opel und Audi verbuchten jeweils ein Plus von 11,1 Prozent, während Porsche ein Minus von 23,2 Prozent hinnehmen musste. Bei den Importmarken konnte die tschechische VW-Tochter Skoda um 42,1 Prozent zulegen, während Renault/Dacia ein Minus von 21,9 Prozent verbuchten. Mit 48,6 Prozent war der Anteil der Fahrzeuge mit Dieselmotor im Juli höher als im bisherigen Jahresverlauf. Der durchschnittliche CO2-Wert der Neuwagen lag bei 146,3 Gramm pro Kilometer. 44 Prozent der Neuwagen gingen an Privatkäufer – ein ungewöhnlich hoher Wert.Zehn Prozent mehr Neuzulassungen
Im Juli ist die Zahl der neu zugelassenen Autos in Deutschland um 9,9 Prozent gestiegen. Das geht aus den am 2. August veröffentlichten Zahlen des Kraftfahrzeug-Bundesamts (KBA) hervor. Seit Januar wurden in Deutschland 1,88 Millionen Pkw neu zugelassen.
Vier Wechsel an den Spitzen der Segmente
Im Juli gab es in vier Segmenten einen Führungswechsel: In der Mittelklasse löste der VW Passat mit 9526 Zulassungen die Mercedes C-Klasse ab, in der Oberklasse führt jetzt der Audi A6 mit 4824 Einheiten. Die Luxusklasse wird vom Mercedes CLS dominiert, der im Juli 579 Käufer fand.Bei den Geländewagen setzte sich der BMW X1 mit 2896 Neuwagen an die Spitze und verdrängte den VW Tiguan. (Foto: BGL Logistics)
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