Verschiedene Politiker und Betriebsräte befürchten seit Jahren, dass Deutschland im Bereich der Elektromobilität abgehängt wird, wenn es keine eigene Batteriezellfertigung hat, sondern auf Zellen aus Asien angewiesen ist. Sowohl die Hersteller als auch die großen Zulieferer haben den Aufbau eigener Zellproduktionen aber bisher abgelehnt. Die Investitionen seien zu hoch und der Vorsprung der Asiaten zu groß, hieß es, zudem sei man mit Zellen aus Asien bisher gut gefahren.
In der Zukunft sollen die bisher üblichen Lithium-Ionen-Batterien ohnehin durch neue Technologien wie die Festkörperbatterie ersetzt werden. Wenn es soweit sei und man wisse, welche Technologie sich langfristig durchsetze, könne man noch einmal über den Aufbau eigener Produktionswerke nachdenken.
Vor einigen Monaten hat der chinesische Hersteller CATL angekündigt, eine Batteriezell-Produktion in Deutschland zu starten, was der Diskussion noch einmal neuen Schub verliehen hat. Altmaier wünscht sich, dass die Zellfabrik in der Lausitz liegt. In der ohnehin strukturschwachen Region läuft demnächst die Braunkohleförderung aus. Eine offizielle Bestätigung für den Bericht gibt es bisher nicht.
Lesen Sie auch:
Analyse von McKinsey: Europas Königsweg zur neuen Mobilität
Rennen um Batterien und Batteriezellen: E-Autos sorgen für Nachfrage-Boom und neue Rivalitäten
Schub für Elektromobilität in Deutschland: EU-Kommission offen für Förderung von Batterie-Zellfertigung
Aus dem Datencenter:
Neue Elektroautos in den Jahren 2019 bis 2021