Während es in der Autobranche derzeit vor allem schlechte Nachrichten gibt, schwimmt Porsche auf einer Erfolgswelle: Der Autobauer setzt konsequenter als andere auf Elektromobilität, für den Taycan gibt es rund 30.000 Interessenten, mehr als 10.000 Kunden haben bereits Kaufverträge unterschrieben. Das Unternehmen hat in diesem Jahr 2000 neue Stellen geschafften, sagte Vorstandschef Oliver Blume dem "Handelsblatt", der Umsatz ist um sieben Prozent gestiegen und mit 16.3 Prozent liegt die Umsatzrendite weit über dem Branchendurchschnitt. Langfristig soll Porsche nicht nur Elektroautos bauen, sondern auch zu einer "Zero-Impact-Company" werden, die auch bei der Produktion und Recycling keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt mehr hat. Bis dahin, räumt Blume ein, ist es aber noch ein weiter Weg.
Elektromobilität muss für Blume nicht unbedingt mit Jobabbau einhergehen, schließlich macht das Aggregat nur ein Sechstel der Produktionszeit aus. Porsche hat den Vorteil, dass seine Kunden meist genug Geld haben und dazu bereit sind, für nachhaltige Mobilität mehr zu bezahlen. Die Eigenschaften von Elektroautos sein "typisch Porsche", sagt Blume. Vor Tesla hat der Porsche-Chef eigener Aussage zufolge keine Angst: "Wettbewerb befeuert den Markt", deshalb freue er sich "über jeden Wettbewerber". Auch über die Tesla-Fabrik in Brandenburg freut er sich. Sie sei toll für den Arbeitsmarkt, zudem schaffe sie eine zusätzliche Lieferantenstruktur. In der Elektromobilität sieht er noch "riesiges Potenzial".
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