Wolfsburg. Martin Winterkorn will ganz aus dem VW-Konzern ausschieden. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Dem Bericht zufolge will der frühere Vorstandschef nicht nur die Aufsichtsratsmandate bei Audi, Porsche und der Nutzfahrzeug-Holding, sondern auch den Vorsitz der Porsche Holding SE aufgeben. Die Holding hält die Mehrheit der Anteile am VW-Konzern, deshalb ist ihr Chef besonders einflussreich. Unter anderem ist Winterkorn damit Chef seines Nachfolgers Matthias Müller.
Unter Berufung auf Konzernkreise berichtet die "Süddeutsche Zeitung", der endgültige Rückzug des langjährigen Vorsitzenden sei "eher eine Frage von Tagen als von Wochen". Einige Formalien müssten noch erledigt werden, Winterkorn klebe aber nicht an seinem Ämtern. Bereits am Mittwoch der vergangenen Woche hatte Winterkorn eine Sitzung des Audi-Aufsichtsrats versäumt, obwohl er Vorsitzender des Gremiums ist.