Washington. Dem japanischen Airbag-Hersteller Takata droht neues Ungemach: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, könnten in den USA nach Einschätzung der Behörden weitere 85 Millionen Airbags auf ihre Sicherheit überprüft werden müssen. Wenn Takata nicht beweisen könne, dass die Airbags sicher sind, müssten sie zurückgerufen werden, hieß es bei der Sicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA).
Allerdings hat Takata noch bis Ende des Jahres 2018 Zeit, um nachzuweisen, dass die Airbags in den Autos ungefährlich sind. Dies ist Teil einer Vereinbarung, die Takata mit der US-Verkehrsaufsicht bereits im November 2015 getroffen hat. Teil des Deals ist auch, bis 2018 auf den umstrittenen Treibsatz Ammoniumnitrat in den Gasgeneratoren zu verzichten. Außerdem erklärte sich das Unternehmen bereit, bis 2020 in Raten eine Strafe von umgerechnet 62 Millionen Euro zu bezahlen. Sollten Teile der Vereinbarung nicht eingehalten werden, könnte sich die Strafe noch auf umgerechnet 115 Millionen Euro erhöhen.