Hamburg. Nach einem Bericht des "Spiegel“ wird der Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns am 14. Februar über die Übernahme von Porsche beraten. Das Ziel der vollständigen Integration der Premiummarke in den Konzern steht seit langem fest. Bisher standen diesen Plänen die Schadenersatzklagen von Anlegern gegen Porsche in den USA und Europa entgegen. Die damit verbundenen Risiken wollte VW nicht eingehen, schließlich müsste Porsche im Falle einer Verurteilung laut der "Süddeutschen Zeitung“ mindestens fünf Milliarde Euro zahlen. Ein erster Gerichtstermin ist in Braunschweig für den 27. Juni anberaumt worden.
Nachdem die Idee, den Volkswagen-Konzern mit der Porsche Holding SE zu verschmelzen, schon im vergangenen Jahr ad acta gelegt werden musste, droht jetzt auch Plan B zu scheitern Dieser sah von, das Volkswagen nur das reine Sportwagengeschäft der Stuttgarter, also die Porsche AG, übernehmen sollte. Die Anwälte der Anleger haben bereits Widerstand angekündigt. Sie fürchten, dass die Porsche SE "leergeplündert“ werden soll. "Wenn die Holding die Anteile an der Porsche AG oder eine Zwischenholding veräußert, würde ich den Arrest durch Pfändung Aktien der Porsche AG vollziehen lassen“, sagte der Münchner Anwalt Franz Braun der "Süddeutschen Zeitung“. Zudem drohten hohe Steuern. Erst ab Ende 2014 wäre eine Übernahme der Porsche AG durch Volkswagen steuerfrei, vorher wäre rund eine Milliarde Euro an den Fiskus fällig. So lange will VW-Patriarch Ferdinand Piech aber nicht warten. (Foto: swi)Weiter Streit um Porsche
Der Streit um die Übernahme von Porsche durch VW geht weiter: Medienberichten zufolge forciert der Wolfsburger Konzern seine Übernahme-Pläne, will aber die Risiken, die sich aus den Schadenersatzklagen gegen den Stuttgarter Autobauer ergeben, nicht übernehmen.
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