Berlin. Der Zulieferer Webasto wird 2009 einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro erreichen, so die Aussage von Vorstandschef Franz-Josef Kortüm auf dem 3. Automobilwoche Kongress in Berlin. Das entspricht einem Rückgang von etwa 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist auf den Nachfragerückgang in der Automobilindustrie zurückzuführen. Rund drei Viertel des Umsatzes entfällt beim Unternehmen aus dem bayerischen Stockdorf auf Dach-, das andere Viertel auf Thermosysteme. "Wir schreiben in diesem Jahr eine schwarze Null“, ergänzt Kortüm. Für das kommende Jahr ist der Webasto-Chef "vorsichtig optimistisch“, der die Anzahl der Mitarbeiter seit dem vergangenen Jahr weltweit von 8500 auf 6700 reduziert hat. Für die Zukunft wünscht sich der Unternehmenschef von den Fahrzeugherstellern, dass sie künftig frühzeitiger Signale bei Änderungen in den Abrufen senden.
Positiv bewertet er fürs Unternehmen die Entwicklung in China. Bei dem Einstieg auf dem chinesischen Markt im Jahr 2001 hat der Zulieferer ganz bewusst auf Partnerschaften in Form von Joint Venture verzichtet. "Und wir haben es nicht bereut“, so der Vorstandschef. Webasto hat im Reich der Mitte innerhalb von vier Jahren fünf Werke errichtet und setzt dort heute mit insgesamt 1100 Mitarbeitern 200 Millionen Euro um. Mittlerweile ist China bei den Stockdorfern der wichtigste Markt für Dachsysteme. Laut Kortüm liegen vor allem die Ausstattungsraten mit Schiebedächern in China höher als in Europa. Während Webasto bei der Produktgruppe einen Weltmarktanteil von 50 Prozent hält, wird der Markt in China gar mit einem Anteil von 60 Prozent beherrscht.