Bergisch Gladbach. Die Volkswagen-Gruppe ist in der Autobranche der Innovationstreiber schlechthin. Zum vierten Mal in Folge kommt der Wolfsburger Konzern mit seinen Hauptmarken VW und Audi auf die Position eins der innovativsten Automobilbauer der Welt. Dies zumindest ist die Kernaussage der am Dienstag vom Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach veröffentlichten Studie "AutomotiveInnovations 2011."
Volkswagen konnte danach seinen Abstand auf den Zweitplatzierten Daimler sogar noch ausbauen. Auf Rang drei kommt überraschend der ehemalige Pleitekonzern General Motors. Großer Verlierer ist Toyota, der von Platz zwei auf Rang acht abstürzt. Einen bemerkenswerten Innovationsschub nach oben verzeichnet dagegen der koreanische Hyundai-Konzern. Er rückt von Rang neun auf Platz fünf auf.
Insgesamt zeigt sich die globale Autobranche der Studie zufolge so innovativ wie nie zuvor: "Die Innovationskraft der globalen Automobilkonzerne steigt auf einen neuen quantitativen als auch qualitativen Höchstwert, das heißt die Hersteller bringen nicht nur mehr, sondern auch höherwertigere Innovationen hervor," sagt der Leiter des CAM, Stefan Bratzel. Auch die F&E-Ausgaben hätten 2010 ein Allzeithoch erreicht. Die betrachteten globalen Automobilkonzerne geben rund 50 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus.
Der wichtigste Innovationsbereich war der Studie zufolge 2010 der Antriebsstrang. 291 Neuheiten und somit 46 Prozent der gesamten Innovationen entfiele auf konventionelle und alternative Antriebe, gefolgt von Sicherheit (15 Prozent) und Fahrzeugkonzepten (14 Prozent).
"Im Unterschied zur öffentlichen Fokussierung auf alternative Antriebssysteme steigt die Zahl der Innovationen mit konventioneller Antriebstechnologie weiter an und bildet mit etwa 160 Innovationen das größte Feld," stellen die Autoren der Studie weiter fest. Gleichwohl steige insbesondere die Zahl der
Innovationen im Bereich Hybridbereich (88), wobei die Zahl der Elektromobilität-Innovationen im Vergleich zum Vorjahr stagniere (29).