Bisher kümmert sich jede Marke im VW-Konzern selbst um die Produktion von Motoren, Getrieben und anderen Komponenten. Das soll sich nun ändern. Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge wird der Konzern eine neue Sparte gründen, in der die Produktion wichtiger Komponenten gebündelt wird. Das soll Kosten sparen und den Umstieg auf die Elektromobilität erleichtern. Die neue Sparte "Komponente" würde weltweit 56 Werke und 80.000 Mitarbeiter haben, unter anderem gehören die Komponentenwerke in Salzgitter und Kassel dazu.
Erste Schritte seien erfolgt, es gehe aber um einen fließenden Prozess. Ziel sei eine effizientere Ausrichtung des internen Geschäfts mit Bauteilen, die auch in Modellen von VW-Töchtern Verwendung finden. Zudem solle der Wandel zur E-Mobilität so vorangetrieben werden.
Nach Informationen aus VW-Kreisen wird die neue Einheit keine eigene Rechtsform erhalten, auch seien weder ein Verkauf noch ein Börsengang geplant. Alle Beschäftigten behielten ihre Verträge. Durch die neue Struktur soll Doppelarbeit vermieden werden. Als Leiter ist der 53-jährige Thomas Schmall vorgesehen, der bisher den Zulieferbereich der Kernmarke geführt hat. Wolfgang Fueter übernimmt die Personalverantwortung und Gerd Müller-Enghausen den Finanzbereich, so die Informationen des Handelsblatts. Beide stammen aus dem VW-Konzern.