Von VWs Ankündigung abgesehen war zum Auftakt des Branchentreffens in Michigans alter Industriemetropole nicht viel los. Die Messe ist auf dem absteigenden Ast, Produktpräsentationen sind rar. Alle Augen sind allerdings auf Volkswagen und Ford gerichtet, die am Dienstag Details zu einer geplanten Allianz verkünden könnten. Laut dpa-Informationen hatte der VW-Aufsichtsrat dieser am Freitag grundsätzlich zugestimmt.
Vorerst dominierte jedoch das Thema Handelsstreit. Die deutschen Autobauer zittern vor einer Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Europa. "Die Beseitigung von Importzöllen und größtmögliche Verständigung über Regulierungen wären der richtige Weg. Davon würden beide Seiten profitieren", sagte Klaus Bräunig, Geschäftsführer des deutschen Branchenverbands VDA. Man sei "sehr besorgt, welche Richtung in der US-Handelspolitik seit 2017 eingeschlagen wurde".
Präsident Donald Trump, der sein Land von Handelspartnern unfair behandelt sieht, droht mit hohen Sonderzöllen auf Importautos. Das würde die Branche stark belasten. "Die Vereinigten Staaten sind neben China und Europa die wichtigste Absatzregion der deutschen Automobilindustrie", erklärte Bräunig. 2018 hätten die deutschen Hersteller auf dem US-Markt 1,34 Millionen Autos verkauft und damit in etwa ihren Marktanteil bei acht Prozent gehalten.