Wolfsburg. Volkswagen steigt bei dem japanischen Autobauer Suzuki ein und stärkt damit auf dem Weg an die Weltspitze seine Position auf dem zukunftsträchtigen asiatischen Markt. Beide Unternehmen hätten eine "enge und langfristige strategische Partnerschaft" vereinbart, teilte Europas größter Autobauer am Mittwoch in Wolfsburg mit. VW beteiligt sich mit 19,9 Prozent an Suzuki und zahlt dafür 1,7 Milliarden Euro. Im Gegenzug will Japans viertgrößter Autobauer rund 100 Milliarden Yen (rund 770 Mio Euro) in VW-Aktien investieren, sagte Osamu Suzuki in Tokio.
Erst am Montag hatte VW für 3,9 Milliarden Euro knapp die Hälfte des Sportwagengeschäfts von Porsche übernommen. Porsche soll als zehnte Marke in den Konzern integriert werden. Spekulationen über weitere Expansionspläne mit einer Beteiligung an dem japanischen Kleinwagenspezialisten gab es schon seit Wochen. Der Deal mit Suzuki soll bereits im Januar 2010 abgeschlossen werden. Die Wettbewerbsbehörden müssen jedoch noch zustimmen.
Suzuki ist unter anderem auf dem aufstrebenden indischen Markt gut aufgestellt. VW hat sich das Ziel gesetzt, den weltgrößten Autobauer Toyota bis 2018 zu überholen. Das Segment günstiger Kleinwagen ist das am schnellsten wachsende in der Autowelt und gilt bei Experten als entscheidend für die weltweite Marktführerschaft.